
Die Seele des Holzes: Die wichtigsten Holzarten für indonesische Möbel
Wer an indonesische Möbel denkt, sieht oft klare Linien, natürliche Formen und die Wärme handgefertigter Materialien vor sich. Doch das wahre Herzstück dieser Möbel ist das Holz selbst. Jede Holzart bringt ihre eigene Geschichte mit – von Beständigkeit, Charakter und nachhaltiger Herkunft. In diesem Beitrag stellen wir dir die bedeutendsten Hölzer Indonesiens vor und zeigen, was sie so besonders macht.
Teak (Tectona grandis)
Der zeitlose Klassiker
Teak ist berühmt für seine extreme Langlebigkeit und seine natürliche Widerstandskraft gegen Feuchtigkeit, Schädlinge und Verfall. Durch seine dichte Struktur und den hohen Ölanteil eignet es sich perfekt für den Innen- wie auch den Außenbereich.
Mit seinem warmen Goldbraun und der feinen Maserung verleiht es jedem Raum eine edle Note. Im Freien entwickelt es mit der Zeit eine silbergraue Patina, die ebenfalls viel Charme hat.
In Indonesien stammt Teak größtenteils aus staatlich kontrollierten und zertifizierten Forsten (Perum Perhutani), die auf nachhaltige Bewirtschaftung und Wiederaufforstung setzen.
Mahagoni (Swietenia spp.)
Eleganz mit Geschichte
Mahagoni ist ein traditionsreiches Möbelholz, das für seine Stabilität und hervorragende Bearbeitbarkeit geschätzt wird. Besonders bei klassischen oder detailreich gearbeiteten Möbelstücken kommt es oft zum Einsatz.
Die Farbe reicht von einem warmen Rotbraun bis zu tiefem Mahagoni, und mit zunehmendem Alter gewinnt es an Tiefe und Glanz.
Auch Mahagoni wird in Indonesien zunehmend nachhaltig auf Plantagen angebaut. Eine bewusste Auswahl zertifizierter Quellen schützt die Wälder und sichert Qualität.
Suar (Albizia saman)
Der skulpturale Blickfang
Suar-Holz wird vor allem für eindrucksvolle Einzelstücke verwendet – große Tische mit natürlicher Kante oder organisch geformte Sitzmöbel.
Die auffällige Maserung entsteht durch den Kontrast zwischen hellem Splintholz und dunklem Kernholz – jedes Stück ist ein Unikat.
Da Suar schnell wächst und meist lokal bezogen wird, gilt es als nachhaltigere Alternative zu anderen tropischen Harthölzern.
Rattan (Calamus spp.)
Geflochtene Leichtigkeit
Rattan ist eigentlich kein Holz, sondern eine Kletterpflanze – aber aus der Möbelwelt Indonesiens nicht wegzudenken. Es ist flexibel, stabil und wunderbar leicht.
Optisch bewegt es sich zwischen Beige und Honiggelb. Rattan sorgt für Struktur, Leichtigkeit und einen natürlichen Charme – besonders in Kombination mit Teak oder Mahagoni.
Weil es schnell wächst und unter dem schützenden Blätterdach anderer Bäume gedeiht, ist Rattan eines der nachhaltigsten Naturmaterialien überhaupt.
Sungkai (Peronema canescens)
Der Favorit der Minimalisten
Sungkai überzeugt durch seine helle, natürliche Farbgebung und seine gute Verarbeitbarkeit. Es ist ein Hartholz mit moderater Dichte und eignet sich besonders für moderne, lichtdurchflutete Wohnstile.
Mit seinen sanften Gelbtönen und der geraden Maserung harmoniert es perfekt mit dem Japandi- oder skandinavischen Stil – hell, ruhig, reduziert.
Sungkai wird in Indonesien vor allem auf Plantagen in Java und Sumatra kultiviert und gilt als ökologisch verantwortungsvolle Wahl.
Mindi (Melia azedarach)
Der leise Allrounder
Mindi ist ein unterschätzter Alleskönner: stabil, leicht zu verarbeiten und optisch vielseitig. Es nimmt Beizen und Öle gut auf und lässt sich verschiedenartig gestalten.
Die Farbpalette reicht von hellem bis mittelbraunem Holz, oft mit einer feinen, dezenten Struktur – ideal für dezente Designs mit natürlichem Charakter.
Durch seinen schnellen Wuchs und Plantagenanbau zählt Mindi zu den nachhaltigen Optionen mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fazit: Holz mit Seele
Indonesisches Möbelholz ist weit mehr als nur ein Werkstoff – es ist eine Haltung. Ob Teak mit seiner zeitlosen Ausstrahlung, das lebendige Suar oder das sanft-helle Sungkai: Jedes Holz erzählt eine Geschichte von Natur, Tradition und Kunsthandwerk.
Bei Nu.Liv ehren wir diese Geschichten – mit nachhaltiger Beschaffung, fairer Zusammenarbeit und einem Design, das atmet. Für Möbel, die bleiben – nicht nur im Raum, sondern im Herzen.